Das Herz ist ein lebenswichtiges Organ, aber auch sehr empfindlich gegenüber dem, was wir erleben. Laut der Argentinischen Gesellschaft für Kardiologie (SAC) und der Argentinischen Kardiologischen Stiftung (FCA) kann es sich in manchen Fällen tatsächlich „brechen“, auch wenn nicht in dem romantischen Sinn, den wir uns gewöhnlich vorstellen.

Diese Warnung gewinnt meist in den Tagen vor dem Tag der Verliebten an Bedeutung. Nicht, um Angst zu machen, sondern um an etwas Wichtiges zu erinnern: Intensive Emotionen können sich auch auf den Körper auswirken. Eine Trennung, ein Verlust, ein heftiger Streit, eine schmerzhafte Überraschung oder eine Phase großen Stresses können Spuren in der Herz-Kreislauf-Gesundheit hinterlassen.

An Tagen wie dem Valentinstag empfinden viele Menschen mehr Druck, Nostalgie oder Traurigkeit. Wenn dich dieses Thema auf der emotionalen Ebene bewegt, kann es dir auch helfen zu lesen, wie dein Liebesleben laut deinem Sternzeichen am Valentinstag aussieht, als eine symbolischere und emotionalere Sicht auf die Liebe.

Was das Broken-Heart-Syndrom oder Takotsubo-Syndrom ist

Das Takotsubo-Syndrom, im Volksmund als Broken-Heart-Syndrom bekannt, ist eine Herzerkrankung, die in Japan in den 1990er Jahren beschrieben wurde.

Es heißt Takotsubo, weil das Herz während der Episode seine Form verändern kann. Insbesondere wölbt sich ein Teil des linken Ventrikels vor und nimmt ein Aussehen an, das einer japanischen Vase ähnelt, die zum Fang von Tintenfischen verwendet wird: breit an der Basis und schmal am Hals.

Diese Veränderung ist nicht nur eine Metapher. Es handelt sich um eine körperliche Reaktion des Herzens auf eine Verletzung oder starken Stress. Deshalb gilt: Auch wenn der Name poetisch klingt, handelt es sich um eine medizinische Erkrankung, die fachärztlich abgeklärt werden muss.

Warum es nach einer starken Emotion auftreten kann

Dr. Salvatori, zitiert von SAC und FCA, betonte die grundlegende Rolle der Beziehung zwischen Gehirn und Herz. Heute wissen wir, dass sich das Emotionale und das Körperliche nicht vollständig voneinander trennen lassen. Was wir fühlen, zeigt sich auch im Körper.

Bei unerwartetem körperlichem oder emotionalem Stress kann der Organismus große Mengen an Adrenalin und anderen Stresshormonen freisetzen. Bei manchen Menschen kann diese Ausschüttung vorübergehend die Herzfunktion beeinträchtigen.

Deshalb spricht man vom Broken-Heart-Syndrom in Situationen wie:

  • einer Trennung oder einem emotionalen Verlust;
  • dem Tod eines geliebten Menschen;
  • einem sehr heftigen Streit;
  • einer unerwarteten Nachricht;
  • einem Unfall, einer Operation oder einer akuten Erkrankung;
  • längeren Phasen von Angst, Sorgen oder emotionaler Überlastung.

Das bedeutet nicht, dass jede Traurigkeit das Herz krank macht. Aber es erinnert uns daran, dass anhaltender Stress Beachtung verdient, genauso wie Blutdruck, Cholesterin oder Blutzucker.

Wer ein höheres Risiko für das Takotsubo-Syndrom hat

Eine von der American Heart Association (AHA) veröffentlichte Studie ergab, dass Frauen mittleren und höheren Alters bis zu zehnmal häufiger an diesem Syndrom erkranken als Männer oder junge Frauen.

Es wird häufiger bei Frauen nach der Menopause beobachtet. Dennoch kann es auch bei anderen Personen auftreten, insbesondere wenn Risikofaktoren oder sehr intensive emotionale Situationen vorliegen.

Laut Fachleuten lassen sich einige Faktoren nicht verändern, etwa das Alter oder bestimmte genetische Vorgeschichten. Andere hingegen können wir im Alltag besser im Blick behalten.

Zu den damit verbundenen Faktoren gehören:

  • arterielle Hypertonie;
  • Fettstoffwechselstörungen oder Cholesterinveränderungen;
  • Rauchen;
  • Diabetes;
  • Übergewicht;
  • chronischer Stress;
  • Depression oder anhaltende Traurigkeit;
  • emotionale Isolation oder fehlende Unterstützung.

Diese psychosozialen Faktoren tauchen nicht immer in einer Blutuntersuchung auf, aber sie wirken dennoch. Manchmal sind die grundlegenden Werte unauffällig, doch die Person lebt erschöpft, ängstlich oder ohne echte Ruhephasen.

Symptome des Broken-Heart-Syndroms, die du nicht ignorieren solltest

Das Takotsubo-Syndrom kann einem Herzinfarkt sehr ähnlich sein. Deshalb ist es so wichtig, es nicht zu bagatellisieren.

Zu den häufigsten Anzeichen gehören Brustschmerzen, Atemnot, Veränderungen im Elektrokardiogramm und erhöhte Herzenzyme. Auch ein Engegefühl, Schwitzen, Übelkeit, Schwäche oder starke Angst können auftreten.

Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Herzkatheteruntersuchung in vielen Fällen zeigt, dass die Herzkranzgefäße nicht so verstopft sind wie bei einem Infarkt durch Arteriosklerose. Allerdings kann der Blutfluss zur Herzspitze vermindert sein, und die Kontraktion des Herzens kann vorübergehend geschwächt werden.

Die gute Nachricht ist, dass das Herz bei angemessener Behandlung seine normale Funktion in der Regel nach einigen Wochen wiedererlangt. Das bedeutet jedoch nicht, dass du bei Symptomen zu Hause abwarten solltest. Brustschmerzen und Atemnot erfordern immer eine dringende ärztliche Abklärung.

Behandlung und Vorbeugung: Das Herz zu schützen heißt auch, auf deine Gefühle zu achten

Die Behandlung hängt vom jeweiligen Fall ab und muss von einem medizinischen Team festgelegt werden. Sie kann Medikamente umfassen, um kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Diabetes oder andere damit verbundene Erkrankungen zu kontrollieren.

Auch psychologische Begleitung kann hilfreich sein. Die kognitive Verhaltenstherapie kann zum Beispiel dabei helfen, Stressmuster zu erkennen, Gedanken zu ordnen, Emotionen zu regulieren und gesündere Werkzeuge zu entwickeln, um schwierige Zeiten zu bewältigen.

Es geht nicht darum, „nichts zu fühlen“. Das wäre unmöglich. Es geht darum, zu lernen, das, was du fühlst, auszuhalten, ohne dass dein Körper ständig in Alarmbereitschaft bleibt. Manchmal verändert schon etwas so Einfaches wie rechtzeitig um Hilfe zu bitten sehr viel.

Einige alltägliche Gewohnheiten können die Vorbeugung unterstützen:

  • regelmäßige ärztliche Kontrollen durchführen;
  • Medikamente nicht ohne fachärztliche Anweisung absetzen;
  • den Körper regelmäßig bewegen, je nach deinen Möglichkeiten;
  • genug schlafen;
  • Rauchen und Alkohol reduzieren;
  • mit einer vertrauten Person über das sprechen, was dir weh tut;
  • therapeutische Unterstützung suchen, wenn Traurigkeit oder Stress anhaltend werden.

Auch andere Faktoren wurden untersucht, etwa chronischer Alkoholmissbrauch oder der längere Gebrauch bestimmter Medikamente in speziellen Kontexten. Wenn du also Fragen zu deiner Behandlung oder deinen Gewohnheiten hast, ist es am besten, dies mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu besprechen.

Valentinstag, Liebe und emotionale Gesundheit

Der Valentinstag kann für manche Menschen ein wunderschöner Tag sein und für andere sehr schwierig. Er kann Hoffnung wecken, aber auch Erinnerungen, Trauer, Einsamkeit oder Vergleiche aktivieren.

Wenn du gerade eine Trennung, einen Verlust oder eine sensible Phase durchmachst, setze dich nicht unter Druck, gut zu sein, nur weil der Kalender sagt, du „solltest“ feiern. Auch dein emotionales Herz braucht Ruhe, Fürsorge und Geduld 💗.

Und wenn körperliche Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot, Ohnmacht, starkes Herzklopfen oder ein seltsames Gefühl auftreten, das dir Sorgen bereitet, schreibe es nicht einfach nur den Nerven zu. Suche sofort ärztliche Hilfe. Das Herz zu schützen heißt auch, auf es zu hören, wenn es um Hilfe bittet.