Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie wichtig die Hygiene deines Bettes ist?


Es geht nicht nur darum, Staub zu entfernen oder das Schlafzimmer zu lüften. Ein alltägliches Detail kann dein Wohlbefinden und deinen Schlaf beeinflussen: die Bettwäsche regelmäßig zu waschen.


Wir verbringen viele Stunden in direktem Kontakt mit ihr. Dort schlafen und schwitzen wir, und wir verlieren abgestorbene Hautzellen sowie natürliche Hautfette. Auch Staub, Rückstände von Kosmetikprodukten, Haare und andere Partikel, die wir unbemerkt mit ins Bett bringen, können sich darin ansammeln.


Deshalb ist Bettwäsche nicht immer sauber, auch wenn sie auf den ersten Blick so aussieht. Die Hygiene der Bettwäsche ist nicht nur eine Frage des Aussehens oder Dufts: Sie trägt auch dazu bei, eine angenehmere Schlafumgebung zu schaffen.


Wie oft sollte man Bettwäsche waschen?


Als allgemeine Orientierung gilt: Es ist ratsam, die Bettwäsche einmal pro Woche zu waschen. So wird verhindert, dass sich Schweiß, Hautzellen und Staub über längere Zeit ansammeln.


Allerdings gibt es keine Regel, die für alle Menschen gleichermaßen gilt. Möglicherweise musst du sie häufiger waschen, wenn:



  • du nachts stark geschwitzt hast.

  • du mit einem Haustier schläfst.

  • du Allergien oder eine Staubempfindlichkeit hast.

  • du dich nach dem Sport ohne zu duschen ins Bett legst.

  • du krank warst oder viel Zeit im Bett verbringst.

  • du im Bett isst, arbeitest oder fernsiehst.


Wenn du es eine Woche lang nicht schaffst, musst du dich nicht schuldig fühlen. Wichtig ist, das Wechseln der Bettwäsche zu einer einigermaßen regelmäßigen Gewohnheit zu machen. Du kannst einen festen Tag wählen und ihn mit einer anderen Hausarbeit verbinden, damit du leichter daran denkst.


Wenn du außerdem dazu neigst, mitten in der Nacht aufzuwachen, könnte dir dieser Artikel helfen: Ich wache um 3 Uhr morgens auf und kann nicht wieder einschlafen – was soll ich tun?


Was sich während des Schlafens in der Bettwäsche ansammelt


Feuchtigkeit, Wärme und organische Rückstände, die wir im Bett hinterlassen, können das Vorkommen von Hausstaubmilben und bestimmten Mikroorganismen begünstigen. Hausstaubmilben ernähren sich beispielsweise hauptsächlich von den Hautschüppchen, die wir verlieren.


Das bedeutet nicht, dass ein ungewaschenes Bett dich zwangsläufig krank macht. Die Ansammlung kann jedoch besonders störend sein, wenn du Allergien, empfindliche Haut oder Atemwegsprobleme hast. Bei manchen Menschen kann sie auch zu Reizungen beitragen oder das Juckgefühl verstärken.


Wenn du beim Aufwachen eine verstopfte Nase, häufiges Niesen oder Hautbeschwerden bemerkst, überprüfe sowohl die Waschhäufigkeit als auch den Zustand der Kissen, der Matratze und des Schlafzimmers. Halten die Beschwerden an, wende dich an medizinisches Fachpersonal, um die Ursache herauszufinden.


Warum du auch Kissenbezüge waschen solltest


Kissenbezüge verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil sie direkt mit dem Gesicht und den Haaren in Berührung kommen. Dort bleiben Schweiß, Hautfett, Speichel, Make-up-Reste und Haarpflegeprodukte zurück.


Wasche sie mindestens genauso häufig wie die Bettwäsche. Wenn du sehr fettige Haut hast, stark schwitzt oder dich mit Produkten im Gesicht hinlegst, kannst du sie früher wechseln. Ein zusätzliches Set Kissenbezüge erleichtert diese Aufgabe erheblich.


Versuche außerdem, dein Make-up vor dem Schlafengehen zu entfernen, und vermeide es, dich mit der Kleidung ins Bett zu legen, die du den ganzen Tag getragen hast. Es sind kleine Gesten, aber sie helfen dabei, das Bett länger frisch zu halten.


Wie du Bettwäsche wäschst und frisch hältst


Sieh vor dem Waschen auf das Etikett des Herstellers. Temperatur, Waschmittelart und richtiges Trocknen hängen vom Stoff ab. Besonders bei empfindlichen Textilien ist sehr heißes Wasser nicht immer notwendig.


Überlade die Waschmaschine nicht. Bettwäsche braucht Platz, um sich zu bewegen und gründlich gespült zu werden. Achte außerdem darauf, dass sie vollständig trocken ist, bevor du sie verstaust oder wieder aufziehst, denn zurückbleibende Feuchtigkeit kann unangenehme Gerüche verursachen.


Auch eine Dusche vor dem Zubettgehen verringert einen Teil des Schweißes und Schmutzes, den du mit ins Bett bringst. Und wenn du Sport gemacht hast, ist es ratsam, dich umzuziehen, bevor du dich hinlegst – selbst wenn du nur fünf Minuten ausruhen möchtest. Wir wissen ja: Diese fünf Minuten werden manchmal zu einem ausgiebigen Nickerchen. 🙂


Temperatur und Lüftung für besseren Schlaf


Ein gut gelüftetes Schlafzimmer mit einer angenehmen Temperatur kann nächtliches Schwitzen verringern. Öffne die Fenster für einige Minuten, wenn die Bedingungen es zulassen, und lass das Bett auslüften, bevor du es ganz machst.


Hygiene ersetzt keine anderen wichtigen Gewohnheiten für erholsamen Schlaf, doch sie ist Teil einer Umgebung, die dich zum Entspannen einlädt. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, findest du hier Tipps für einen tiefen und erholsamen Schlaf.


Natürliches Licht trägt ebenfalls dazu bei, den Schlafrhythmus zu regulieren. Deshalb könnten dich die Vorteile des morgendlichen Sonnenlichts für Gesundheit und Erholung interessieren.


Die Bettwäsche regelmäßig zu wechseln und zu waschen, ist eine einfache Form der Selbstfürsorge. Du musst dein Schlafzimmer nicht in einen perfekten Raum verwandeln. Es reicht, eine umsetzbare Routine beizubehalten: saubere Bettwäsche, gepflegte Kissenbezüge, gute Lüftung und ein Bett, das sich wirklich wie ein Ort der Erholung anfühlt.