- Methodik und Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie
- Vertiefung der Ergebnisse
- Biologische Mechanismen
- Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
- Die Beliebtheit und Risiken von Tattoos
- Medizinische Empfehlungen
Folgen Sie Patricia Alegsa auf Pinterest!
Die Kunst der Tätowierungen hat weltweit an Popularität gewonnen, mit einer zunehmenden sozialen und kulturellen Akzeptanz.
Dennoch hat eine kürzlich durchgeführte Studie von Forschern der
Universität Lund in Schweden ernsthafte Bedenken hinsichtlich möglicher Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dieser Praxis aufgeworfen.
Veröffentlicht am 21. Mai in der Zeitschrift
eClinicalMedicine ergab die Studie, dass Tätowierungen das Risiko für die Entwicklung von Lymphomen, einer Art von Blutkrebs, erhöhen könnten.
Methodik und Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie
Das Team der Universität Lund analysierte insgesamt 11.905 Teilnehmer, von denen 2.938 an Lymphomen litten und deren Alter zwischen 20 und 60 Jahren lag.
Diese Personen beantworteten einen detaillierten Fragebogen über ihre Tätowierungen, einschließlich Aspekten wie die Anzahl der Tätowierungen, die Zeit seit ihrer ersten Tätowierung und deren Position am Körper.
Was entdeckt wurde, war alarmierend: Personen mit Tätowierungen hatten ein um 21% höheres Risiko, an Lymphomen zu erkranken im Vergleich zu denen, die keine Tätowierungen hatten.
Dieses Risiko schien noch weiter zu steigen bei Personen, die ihre erste Tätowierung in den letzten zwei Jahren gemacht hatten, was auf eine direkte und unmittelbare Beziehung hindeutet.
Vertiefung der Ergebnisse
Eine der faszinierendsten Entdeckungen war, dass die Größe oder Ausdehnung des Tattoos anscheinend keinen Einfluss auf die Erhöhung des Risikos hatte.
Dies stellt die gängige Annahme in Frage, dass die Menge an Tinte direkt mit den Gesundheitsrisiken korrelieren könnte.
Die häufigsten Lymphom-Subtypen in der Studie waren das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom und das follikuläre Lymphom, beide bekannt dafür, dass sie die weißen Blutkörperchen beeinflussen und das Immunsystem signifikant beeinträchtigen.
Biologische Mechanismen
Dr. Christel Nielsen, die Hauptautorin der Studie, wies darauf hin, dass wenn die Tätowierfarbe in die Haut injiziert wird, der Körper sie als fremde Substanz erkennt und somit das Immunsystem aktiviert.
Ein beträchtlicher Anteil dieser Farbe wird von der Haut zu den Lymphknoten transportiert, wo sie sich ansammelt. Diese Immunantwort könnte einer der Faktoren sein, die das Risiko für die Entwicklung von Lymphomen erhöhen.
In der Zwischenzeit schlage ich vor, diesen Artikel zu lesen:
Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
Diese Studie reiht sich in eine wachsende Anzahl von Forschungsarbeiten ein, die die langfristigen Auswirkungen von Tätowierungen auf die Gesundheit untersuchen.
Die Mayo Clinic hat berichtet, dass Tätowierungen die Haut anfälliger für Infektionen machen können, da sie die Hautbarriere durchbrechen.
Darüber hinaus können einige Personen allergische Reaktionen auf die verwendeten Tinten haben, und es gibt Fälle, in denen Tätowierungen die Qualität von MRT-Bildern beeinträchtigen können.
Andere weniger schwerwiegende Komplikationen sind die Bildung von Granulomen oder kleinen Beulen um Tintenpartikel herum und die Bildung von übermäßigem Narbengewebe, das als Keloide bekannt ist.
Die Beliebtheit und Risiken von Tattoos
Es ist offensichtlich, dass Tattoos einen bleibenden Eindruck in unserer Gesellschaft hinterlassen haben. Laut dem Pew Research Center berichteten im August 2023 32% der Erwachsenen, mindestens ein Tattoo zu haben, und 22% von ihnen haben mehr als eins.
Dennoch ist es angesichts aufkommender Hinweise auf potenzielle Risiken entscheidend, dass Personen über alle möglichen Informationen verfügen, um informierte Entscheidungen über ihre Gesundheit treffen zu können.
Medizinische Empfehlungen
Obwohl Lymphome eine relativ seltene Krankheit sind, sollten die Ergebnisse dieser Studie ernst genommen werden.
Menschen, die darüber nachdenken, sich ein Tattoo machen zu lassen, sollten sich dieser Erkenntnisse bewusst sein und eventuelle Bedenken mit ihrem Gesundheitsdienstleister besprechen.
Wenn jemand bereits Tattoos hat und besorgniserregende Symptome erlebt, sollte er medizinischen Rat einholen, um mögliche Zusammenhänge zu untersuchen.
Die Entdeckung, dass Tattoos das Risiko für Lymphome erhöhen können, unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem Bereich und wirft wichtige Fragen zur langfristigen Sicherheit von Tattoos auf.
Als Gesellschaft müssen wir individuellen Ausdruck mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit in Einklang bringen und sicherstellen, dass gängige Praktiken so sicher wie möglich sind.
Abonnieren Sie das kostenlose wöchentliche Horoskop
Fische Jungfrau Krebs Löwe Schütze Skorpion Steinbock Stier Waage Wassermann Widder Zwillinge