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Optimistisch zu sein bedeutet nicht, Probleme zu leugnen oder positive Sätze zu wiederholen, ohne sie zu fühlen. Es bedeutet die Realität mit Hoffnung zu betrachten, nach Lösungen zu suchen und darauf zu vertrauen, dass du das, was geschieht, bewältigen kannst, auch wenn nicht alles so läuft, wie du es erwartet hast.
Wird Optimismus vererbt oder erlernt?
Die Forschung hat gezeigt, dass der Ausgangspunkt für Optimismus zum Teil vererbt werden kann.
Dies wurde von Seligman und anderen Forschern in einer Studie mit Zwillingen bestätigt. Dabei wurde beobachtet, dass eineiige Zwillinge mit größerer Wahrscheinlichkeit beide optimistisch waren als zweieiige Zwillinge.
Das deutet darauf hin, dass es eine genetische Grundlage geben kann. Aber das bedeutet nicht, dass du dazu verurteilt bist, das Leben nur auf eine einzige Weise zu sehen. Deine Geschichte, deine Gewohnheiten, deine Beziehungen und die Art, wie du mit dir selbst sprichst, beeinflussen ebenfalls sehr viel.
Optimismus hängt nicht von deinem Geschlecht oder deiner Herkunft ab
Die Forschung zeigt auch, dass Optimismus nicht von Hautfarbe oder Geschlecht abhängt. Das heißt, Menschen können unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder ihrem Geschlecht optimistisch sein.
Deshalb lohnt es sich, aufzuhören, ihn als etwas zu betrachten, das nur „Glückspersonen“ oder Menschen mit einer besonderen Persönlichkeit vorbehalten ist. Optimismus kann in jeder Lebensphase entstehen, sogar nach schwierigen Zeiten.
Optimismus bleibt meist über die Jahre erhalten
Man kann sagen, dass Optimismus ein relativ stabiles Merkmal ist. Wer in jungen Jahren optimistisch ist, behält diesen Zug oft auch im Alter teilweise bei.
Stabil bedeutet jedoch nicht unveränderlich. Wenn es dir heute schwerfällt zu vertrauen, wenn du dazu neigst, dir das Schlimmste auszumalen, oder wenn du gerade eine Phase großer emotionaler Erschöpfung hinter dir hast, kannst du einen freundlicheren und hoffnungsvolleren Blick trainieren.
Wie du im Alltag optimistischer wirst
Optimismus lässt sich verbessern – durch einfache und konstante Übungen. Du musst dein Leben nicht von einem Tag auf den anderen verändern. Manchmal reicht es, mit kleinen Schritten zu beginnen.
Du kannst es mit positiver Visualisierung versuchen. Stell dir zum Beispiel vor einem wichtigen Gespräch vor, dass du ruhig antwortest, gut zuhörst und ausdrücken kannst, was du brauchst.
Auch Selbstannahme hilft. Wenn du mit weniger Härte mit dir sprichst, verändert das viel in deiner inneren Energie. Anstatt zu sagen „ich mache immer alles kaputt“, versuche etwas Realistischeres: „Das ist nicht so gelaufen, wie ich es wollte, aber ich kann daraus lernen“.
Entspannende Aktivitäten wie Yoga, bewusste Atmung oder Meditation können dir ebenfalls helfen, die Angst zu senken und Situationen klarer zu betrachten. Wenn dich dieser Weg interessiert, kann dir auch dieser Artikel über Tricks für emotionales Wohlbefinden Orientierung geben.
Vorteile einer realistischen positiven Haltung
Eine positive Haltung kann dir helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, rechtzeitig Unterstützung zu bitten und dich nach einem Problem gelassener zu erholen.
Wenn du Optimismus trainierst, konzentriert sich dein Geist nicht mehr nur auf das, was fehlt oder was schiefgehen könnte. Er beginnt, Ressourcen, Möglichkeiten und alternative Wege wahrzunehmen. Das nimmt den Herausforderungen nicht ihre Schwere, aber es erlaubt dir, sie mit mehr Kraft zu erleben 🌱.
Der Schlüssel liegt darin, einen realistischen Optimismus zu üben: das Schwierige zu sehen, aber nicht darin stecken zu bleiben.
Weitere Artikel darüber, wie man positiv und optimistisch ist
Du kannst in den folgenden Artikeln weiterlesen:
Die 6 Wege, ein positiverer Mensch zu sein und Menschen anzuziehen
Es ist in Ordnung, sich besiegt zu fühlen, auch wenn alle dir sagen, du sollst positiv bleiben